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Freitag, 23. September 2011

176. Der Weg nach Finisterre - Teil 1

Eintrag Nummer 176: Der Weg nach Finisterre - Teil 1

2 Moeglichkeiten gabs fuer heute nur:
23 km bis Negreira - oder 36,3 km nach Vilaserio.
Dazu noch 2-3 km, um ueberhaupt an die Stelle zu kommen, von wo aus die 23 bzw 36 km zu zaehlen beginnen.
Abgesehen vom Pilgerstabmaleur gehts am Anfang wieder gut los, zwar ein wenig bergab, aber ich kann das Tempo richtig hoch halten.

Nach ein paar Kilometer treff ich dann aber auf Louis,
ein englisch sprechender Spanier - das erstaunt mich dann so, dass ich ihn ein wenig treibe, erstmal also mit ihm weiter gehe.

Er erzaehlt, dass er letztes Jahr den Camino bis Santiago schon gegangen ist (auch wenn ich nicht weiss, von wo aus), nach Finisterre aber nicht mehr laufen konnte, weil sein Bein einfach nicht mehr mitgespielt hat.
Deswegen also dieses Jahr Pilgern von Santiago aus nach Finisterre.

Wir verlaufen uns zusammen mehrere Male, waehrend wir ueber spanischen Fussball reden - kommen dann aber 14 Uhr in Negreira an - und bleiben auch da.

Fuer mich waren das also offiziell heute nur 23km, inoffiziell bin ich aber sicher ueber 30km gelaufen.

Ich will eigentlich ja in die oeffentliche Herberge, ganz einfach, weil diese immer die billigste ist, Louis hingegen  meint, er muesse mich in eine ueber doppelt so teure Herberge, die relativ zentral liegt, einladen. Und ich duerfe nicht Nein sagen. Sollte lediglich meine normalen Kosten uebernehmen.
Na gut, schau ich mir mal die teuren Herbergen an, mal sehen, warum die so teuer sind.
Doch im Endeffekt .. kann ich keine grossartigen Unterschiede finden. Ein bisschen mehr Platz hat man, ein bisschen heller sind die Zimmer, deswegen schauen sie sauberer aus.

Hm. Also wenn ichs mir aussuchen soll, zieh ich ja beim naechsten Mal wieder die oeffentliche Herberge vor. Da ist das Preis-Leistungsverhaeltnis auf jeden Fall deutlich besser.

Kommentare:

  1. Und kommt für dich auch mal ne Art Hotel infrage?

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  2. Natuerlich nicht!
    Hab sogar gehoert, dass Hotel-Besucher gar keine richtigen Pilger sind. Von nem eher aelteren Herren. Der muss es wissen!
    Im Endeffekt kann ich aber klar sagen: So viel Luxus bzw. mir wichtige Dinge hab ich eben nicht mehr als dass sich dieser extreme Preisunterschied rechtfertigen koennte.
    Ich brauch ein Bett, ne Dusche und ein wenig Platz - und die Welt ist gut! :)

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