Sonntag, 8. Februar 2026

Sonntag ist Songtag - 08.02.2026 - Dresta - Helden - [#344]

Sonntag ist Songtag! 

2 Songs, von einem meiner Lieblingsrappern :) 

Der erste Song ist den Stützen und damit den wichtigsten Menschen aller Länder und Gesellschaften gewidmet. Egal ob sie im Ehrenamt oder beruflich in der Obdachlosenhilfe, in den Tafeln, der Hospizarbeit, der Senioren- oder Kinderbetreuung, der Nachbarschafts- und Flüchtlingshilfe arbeiten, ob sie Lesepatinnen, Hausaufgabenhilfe, Betreuerinnen bei Freizeiten, Kita- oder Schulunterstützerinnen, Trainerinnen oder Übungsleiterinnen im (Sport-)Verein sind, Museumsführerinnen oder Naturschutzprojekthelferinnen, Tierschutz- oder Tierheimunterstützerinnen, bei der freiwilligen Feuerwehr, dem THW, dem Sanitätsdienst, der Wasserwacht, dem Gemeinderat, der Seelsorge sind oder Wahlhelferinnen, Schöffinnen, im Denkmalschutz oder anderweitigen Betreuung, für die Blut- oder Organspenderinnen, den Wissenschaftlerinnen, Forscherinnen, Medizinerinnen, Organisatorinnen, denjenigen, die Menschen an einen Tisch zusammen bringen, den Demokratinnen. Der Song ist für die Alleinerziehenden in unserer Mitte, die, die ihr Leben und ihr Glück unter das Leben, das Glück und die Erziehung ihrer Kinder stellen, die Menschen, die pflegen, die, die sich um ihre Familien, Freunde, Nachbarn und andere Menschen aller Couleur kümmern, aktiv helfen. Für die Lehrer-, Erzieher- und Ärztinnen, die Arbeitnehmervertreterinnen, diejenigen, die ihre Zivilcourage durch aktiven und sozialen Beitrag zeigen, sich selbstlos für andere einsetzen, diejenigen, die Verantwortung übernehmen und sich angreifbar machen. Für die, die mit sich selbst kämpfen, aber trotzdem mit Mitgefühl, Entschlossenheit, Angst und Mut durch ihr Handeln und durch ihre Worte das Leben anderer verbessern. 

Natürlich sind auch alle anderen Geschlechter gemeint. 
Sicherlich hab ich auch Aufgabengebiete vergessen. 
Wenn Du Dich in der Aufzählung hier nicht findest, bist allerdings Du nicht gemeint. 

Denk drüber nach! 

Dresta - Helden



PS: 



Und obwohls gar nicht reinpasst:


Samstag, 7. Februar 2026

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 Hi!

„Ah, der Herr Gommel. Schöne Fotos macht er!“, grüßte mich 2016 ein stämmiger Nazi, der zwischen Deutschlandflaggen auf einer Pegida-Demo in Karlsruhe marschierte, die ich mit der Kamera festhielt. Erschrocken fühlte ich einen Schauer, der mir durch die Knochen fuhr. Von so einem Typen erkannt zu werden? Das war mehr als unangenehm.

Diese Begegnung kam allerdings nicht von ungefähr. Ein Jahr zuvor hatte ich begonnen, Geflüchtete vor der Erstaufnahmestelle in Karlsruhe zu interviewen. Mich interessierte, wie es ihnen auf der Flucht ergangen war und was sie veranlasst hatte, diese anzutreten. Ich machte jeweils ein Porträt und veröffentlichte es zusammen mit einem kleinen Text im Netz. Die Serie nannte ich „Willkommen in Deutschland“.

Das traf in rechten Kreisen auf empfindliche Nerven. Ich bekam wütende Nachrichten und eine Drohung, bei der sich der Staatsschutz einschaltete. Auf einer Liste, auf der Rechte unliebsame Politiker und Aktivisten festhielten, fand ich meinen Namen. Also zupfte ich ihn zu Hause vom Klingelschild und beantragte eine Auskunftssperre beim Meldeamt, damit niemand meine Adresse ausfindig machen konnte.

Ich tat alles, um mich zu schützen und nicht gefunden zu werden. Trotzdem identifizierte mich bei der Pegida-Demo ein Rechter auf offener Straße. Wie sicher war ich wirklich? Diese Frage hielt mich jedoch nicht davon ab, weiterzumachen. Mit Bus und Mitfahrgelegenheit reiste ich nach Lesbos, die griechische Insel, zu der tausende Geflüchtete mit Schlauchbooten übersetzten.

Auch dort hieß ich die Menschen willkommen, dieses Mal in Europa. Ich machte Bilder und schrieb über bewegende Momente. Besonders traf mich die Trauer, als ich erfuhr, dass einige Kinder auf der Überfahrt ertrunken waren.

Später dokumentierte ich die Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze, wo 12.000 Geflüchtete verweilten, da Mazedonien die Grenze geschlossen hatte. Im Kosovo schaute ich mir an, wie arme Familien kaum überleben konnten. Ihre Söhne, die nach Deutschland flohen, wurden von Rechten als „Wirtschaftsflüchtlinge“ beschimpft.

Bei allem, was ich tat, spürte ich diese seltsame Angst, etwas zu tun, das mein Leben gefährden könnte. Doch gleichzeitig brannte etwas in mir für diese Mission. Ich wollte die Gesichter und Geschichten derer zeigen, die nach Europa flohen. Menschen, die von Rechten als fremdartig, seltsam und gefährlich gesehen wurden.

Heute denke ich manchmal zurück an jene Szene auf der Pegida-Demo. In meiner Wunschvorstellung habe ich dem Nazi den Mittelfinger gezeigt. Doch es war nicht entscheidend, in diesem Moment heldenhaft zu reagieren. Entscheidend war, dass ich mich von Nazis nicht davon abhalten ließ, das zu tun, was ich für richtig hielt.

Dienstag, 3. Februar 2026

"Die vier reichsten Milliardäre der Welt sind in 2026 schon um 100 Milliarden Dollar reicher geworden"

 Artikel: Die Vermögensentwicklung der Reichsten im Jahre 2026

"Elon Musk, Larry Page, Sergey Brin und Jeff Bezos sind in diesem Jahr bereits um 100 Milliarden Dollar (rund 85 Milliarden Euro) reicher geworden."

Zur Erinnerung: Das Jahr war 27 Tage alt, als der Artikel raus kam. 
Pro Tag pro Person ist das Vermögen also um knapp 1.000.000.000 Dollar gestiegen. 


Und es gibt immer noch Menschen, die denken, es seien Teilzeitarbeiter, Arbeitslose oder Flüchtlinge, die uns unseren Wohlstand wegnehmen.

Montag, 2. Februar 2026

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 Hi!

Neulich war ich eine Woche lang komplett offline. Ich mache das jedes Jahr im Sommer. Vorher sage ich allen Menschen, die sich Sorgen machen könnten, dass ich bis zum nächsten Sonntag nicht ansprechbar sein werde. Für mich ist es die beste Zeit des Jahres. Jedes Mal. Wenn ich zurückkomme und zu erklären versuche, warum dieser Rückzug mir so guttut, fühle ich mich aber wie ein totaler Weirdo.

Zehnmal besser als richtig gut schlafen

Ich habe den Verdacht, dass andere Menschen meine Offline-Zeit gar nicht komisch finden. Es liegt an mir. Irgendwie bereitet diese Zeit mir leichte Schuldgefühle, wie wenn man sich auf einer Party zu lang ins Bad verzieht, weil einfach alles zu laut und zu voll ist. Und wenn man rauskommt, steht da René, mit dem du Abi gemacht und den du seit zwanzig Jahren nicht gesehen hast. René stellt Fragen wie „Was würdest du jetzt tun, wenn du keine Angst hättest?“, und du weißt nicht, ob das eine wirklich interessante existenzielle Frage ist, oder ob René einfach rummachen möchte. Und du wünschtest, du wärst noch etwas länger im Bad geblieben.

Tatsache ist, ich tanke auf, wenn ich nicht kommuniziere. Nach meiner Offline-Woche fühle ich mich wie nach einem langen, erholsamen Schlaf, nur zehnmal so gut. Jedes Mal frage ich mich hinterher, warum ich es nicht hinkriege, im Alltag weniger zu reden. Okay, ich habe einen extrem kommunikativen Beruf. Aber daran allein liegt es nicht. Ich schaffe es einfach nicht, schweigend an einem Tisch mit anderen Menschen zu sitzen. Ich fühle mich selbst dann verpflichtet, Audionachrichten abzuhören und Textnachrichten zu verschicken, wenn gerade niemand etwas von mir will. Mein Handy länger als zwei Stunden im Flugzeug-Modus zu lassen, kommt mir asozial vor.
Warnmeldungen und Mode? Brauche ich!

Es ist natürlich leicht, Handys, Sozialen Medien und dergleichen die Schuld daran zu geben, dass Schweigen im Alltag so schwierig ist. Aber dank ihnen fühlt sich die Welt wie ein gewaltiger Konferenzraum, in dem Milliarden Menschen ständig miteinander reden. Und es wäre unhöflich bis fahrlässig, diese Gespräche zu verpassen. Was, wenn jemand etwas Wichtiges sagt? Oder etwas Lustiges? Was, wenn ich genau dann offline bin, wenn die Bundesregierung eine Katastrophenwarnung versendet?


Außerhalb meiner sommerlichen Rückzugszeit fällt es mir sehr schwer, diesen Raum auch nur einen Tag lang zu verlassen. Obwohl ich genau weiß, dass mir an den meisten Tagen niemand eine Katastrophenwarnung schicken wird. Sondern eher Insta-Videos wie dieses von einem jungen Mann, der sich täglich im Regency-Stil vom Anfang des 19. Jahrhunderts kleidet.

Aber schulde ich es der Welt nicht, das zu sehen? 

Sonntag, 1. Februar 2026

All your favorite bands!

 


Sonntag ist Songtag - 01.02.2026 - Bruce Springsteen - Streets of Minneapolis - [#343]

Sonntag ist Songtag!


Wenn der Boss gegen den selbsternannten König schießt, bin ich natürlich beim Boss!

Willkommen im Songtag:
Bruce Springsteen – Streets of Minneapolis 



Wer das Ganze noch einordnen will:

Bruce Springsteen releases new protest song after fatal Minneapolis shootings




"Oh, unser Minneapolis, ich höre deine Stimme
durch den blutigen Nebel singen.
Hier in unserer Heimat haben sie getötet und gewütet
Im Winter des Jahres 26.
Wir werden für dieses Land einstehen!
Und für die Fremden in unserer Mitte!
Wir werden uns an die Namen derer erinnern, die gestorben sind,
auf den Straßen von Minneapolis.

Trumps Schlägertruppe schlug auf ihn ein,
auf sein Gesicht und seine Brust.
Dann hörten wir die Schüsse
und Alex Pretti lag tot im Schnee.
Sie behaupten, es "sei Notwehr gewesen, Sir,
glauben Sie bloß nicht Ihren Augen!"
Es sind unser Blut und unsere Knochen
und Trillerpfeifen und Telefonanrufe
gegen Millers und Noems schmutzige Lügen!"

Jetzt sagen sie, sie seien hier, um das Gesetz durchzusetzen,
aber sie treten unsere Rechte mit Füßen.
Wenn deine Haut schwarz oder braun ist, mein Freund,
kannst Du sofort befragt oder abgeschoben werden.
In unseren Sprechchören „ICE raus jetzt“
bleibt das Herz und die Seele unserer Stadt bestehen.
Durch zerbrochenes Glas und blutige Tränen
auf den Straßen von Minneapolis."




Freitag, 30. Januar 2026

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Hi!

Wie weird ist es eigentlich, krank zu sein? Ich meine, wenn man nichts Schlimmes hat, sondern so etwas wie eine dicke Erkältung. Zu sehr durch den Wind, um mehr als drei Seiten in einem Buch zu lesen, aber fit genug, um sich zu langweilen. Du starrst mit dickem Kopf vor dich hin und zählst die Knubbel der Raufasertapete an der Wand.

So sehr mich dieser Zustand nervt, wenn ich tatsächlich krank bin, so sehr sehne ich mich manchmal danach, wenn ich gesund bin. Schlimm, ich weiß. Aber Kranksein ist das einzige, was meinen Drang, etwas leisten zu müssen, einigermaßen abstellt.

Einfach nur Freizeit ohne Kranksein bringt diese Erlösung nicht zustande. Am Wochenende etwa habe ich das Gefühl, dass ich diese Zeit sinnvoll nutzen muss. Aber wenn mit Fieber im Bett liege, kann ich mich entspannen.

Meistens geht dem ein Kampf voraus, bei dem ich so tue, als wäre ich gar nicht krank. Aber irgendwann sagt mein Körper mir streng: „Jetzt ist Schluss. Ab ins Bett!“
Wie früher unter der Decke

Manchmal, wenn ich Glück habe, passiert dann etwas Wunderbares. Krank fühle ich mich wieder ein bisschen wie ein Kind. Irgendwie aufgehoben unter der Bettdecke, statt auf einen Bildschirm zu starren, lese ich ein Buch aus Papier, döse dabei immer wieder weg. Meine Bedürfnisse sind auf einmal viel einfacher. Jemand bringt mir einen Tee, und es fühlt sich an wie ein Geschenk.

Offenbar kennen das auch andere. Jemand schrieb mir auf Social Media:

„Manchmal freue ich mich richtig, wenn einer von uns krank wird: Dann kann man ganz ohne schlechtes Gewissen alle To Dos streichen und in den ‚erst mal gesund werden‘ – Modus stellen. Schon traurig, eigentlich.“ 

Interessant finde ich auch, was ein User auf Reddit schreibt (Übersetzung aus dem Englischen von mir):

„Krank sein weckt bei mir eine seltsame Nostalgie: Plötzlich macht es Freude, Filme zu schauen oder Spiele zu spielen – Dinge, die sonst belanglos wirken. Alles fühlt sich dann zehnmal intensiver an als im Alltag.“

Und ein anderer kommentiert darauf:

„Ich habe ziemlich viele gesundheitliche Probleme, deswegen bewege ich mich im Alltag oft am Limit. Ich fühle mich schuldig und gestresst, weil ich nicht so viel leisten kann. Sobald ich jedoch eindeutig krank bin, fällt dieser Druck ab. Dann kann ich mich entspannen und Dinge genießen, die ich mir sonst kaum erlaube.“

Dass selbst chronisch Kranke nur dann zur Ruhe kommen, wenn sie  „eindeutig krank“ sind, sagt viel über unseren Umgang mit Leistung aus.

Es muss doch möglich sein, diese Art Entspannung hinzukriegen, wenn man nicht gerade mit 38,5 Grad Körpertemperatur darniederliegt?

Denn mal ehrlich, Kranksein ist doch eigentlich Mist. 

Donnerstag, 29. Januar 2026

7 lessons from 6 years of Minimalism"

Happiness dont come from the store. 
The stuff you become from the gym is way better that the stuff you become from store. 

Montag, 26. Januar 2026

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Hi!

Als ich vor einer Weile meinen Kontostand überprüfte, bekam ich einen kleinen Schock. Er war so niedrig.

Sofort begann ich etwas, das ich seit Monaten vor mir her geschoben hatte: Ich prüfte jede einzelne Ausgabe, die von meinem Konto abgegangen war. Kostenintensive Abos wie meinen Telekom-Handyvertrag kündigte ich und suchte mir günstigere Alternativen.

Amazon? Ein Geldschlund. Mir wurde flau, als ich sah, was der Mist, den ich bestellt hatte, zusammengerechnet kostete. Bequem, aber teuer: Meine Ausgaben für Essen waren zu hoch, denn ich ging oft auswärts essen und hatte mir angewöhnt, den Wocheneinkauf von Flink nach Hause liefern zu lassen.

Das musste sich ändern. Alles.

Von ChatGPT ließ ich mir vier Gerichte zusammenstellen, die ich jederzeit zubereiten konnte. Ich kaufte bei Penny ein und begann, morgens vor der Arbeit mein Mittagessen zu kochen. Wie stolz ich in mich hineingrinste, als ich die Tupperdose um 12 Uhr in der Redaktion öffnete!

Auf meinem Handy installierte ich eine App, die mir jedes Mal, wenn sich auf meinem Konto etwas tat, eine Benachrichtigung schickte. Ich wollte diesen Moment nicht verstreichen lassen, sondern auch in Zukunft den Blick auf meine Finanzen behalten. Sparen, wo es nur ging.

In diesen Tagen wurde mir etwas klar. Der Schock, als ich meinen Kontostand sah, hatte in mir etwas in Bewegung gesetzt. Eine Art schlechtes Gewissen, mir selbst und anderen gegenüber. Angst, mein Leben zu verbocken, weil ich meine Finanzen nicht im Griff hatte.

Vielleicht kennst du das.

Ich verstand, wie mächtig dieses Gewissen ist. Hätte ich mir vor einem Jahr vorgenommen zu sparen und zu kochen, hätte ich es halbherzig gemacht. Doch dieses weirde Gefühl im Nacken, mein Gewissen, trieb mich an, radikale Veränderungen anzustoßen.

Übrigens: Ich habe vor zwei Wochen zum ersten Mal in meinem Leben selbstgebackenes Brot aus dem Ofen gezogen und nach ein paar Minuten warm eine Scheibe verspeist. Dieser Duft! Einmalig

Sonntag, 25. Januar 2026

Sonntag ist Songtag - 25.01.2026 - Fabian Römer - Wie groß ist dein Herz? - [#342]

Sonntag ist Songtag!

Heute mit einer Geschichte, die tatsächlich am letzten Sonntag viel besser gepasst hätte. Aber tja! 

Es beginnt mit dem 17-jährigen F.R., der sich 2009 Gedanken um die gesellschaftliche Situation der Kinder macht. 



"Jemandem Leben zu schenken ist so spielerisch leicht,
nur ein Blick aus dem Fenster macht es risikoreich.
Ich hab viele Bedenken, meine Liebe zu teilen,
um mein Erbe zu lenken durch das Risikoreich."


Die Jahre vergehen, 
F.R. wird zu Fabian Römer und erwachsen – 
doch bleibt ein "Sorgenkind". 



"Wach auf, Du hast halluziniert,
der Abgrund hat nie existiert,
die schlimmsten Dinge in deinem Leben sind Dir nie passiert!"


Bis 2025 dann Ida geboren wird. 



"Ich weiß, ich kann nie mehr an Land zurück.
Irgendwann hab ich eingesehn, dass Schiss kein guter Berater ist.
Schon gar nicht, wenns um Freiheit geht,
und warum nicht, mir die Freiheit nehm,
zu erfahrn, wies ist, das eigene so gefeierte Leben weiter zu geben?
Anstatt festzuhalten, was nicht festzuhalten ist.
Wie ein Gerät, auf dem auch noch nach einem Jahrzehnt die Folie auf der Scheibe klebt.
Mein altes Leben schützen, heißt, mein neues zu verpassen,
Du bist noch nicht mal da – und ich kann jetzt schon an Dir wachsen!"


Viele Jahre später sieht dann Hexer seine Chance gekommen, übernimmt das Thema "Zukunft von Kindern" bzw. die aufkommende Debatte über Wehrpflicht und antwortet Fabian Römer. 

"Gewinner"

"Mit 18 ging ich auf die Straße fürs Klima,
7 Jahre später auf die Straße gegen Wehrpflicht,
aber irgendwie so richtig jucken tut das niemand,
bis in ein paar Jahren dann die Musterung Dich selbst trifft.
Die haben auf Bildung geschissen, da bist Du nicht wichtig,
doch geht es um Krieg, ja, dann holn die Euch,
deine Schule verschlissen, doch Waffen sind so wie neu!"




Und wohin führt Wehrpflicht / Militarismus / Gewalt als Option? 

Fabian Römer – Wie groß ist dein Herz?



"Shit,
man denkt sich nur: "Was fürn Arschloch war ich? 
Deine Probleme sind alle nurn Witz!"
Du schwörst Dir: "Nie wieder beklagen für Nichts!"

bis Du das nächste Mal im Badezimmer auf Zahnpasta trittst.."

Dienstag, 20. Januar 2026

Krautreporter

Hi!

„Ach entscheide du, ich bin mit allem glücklich“ und „ist mir wirklich egal, sag worauf du Lust hast“ – vermutlich ist das meine Standardantwort, wenn eine Freundin fragt, wann wir uns treffen wollen und wo, was wir essen wollen, ob es ein Kaffee sein soll oder eher ein Restaurant oder Drinks.

Ganz die People Pleaserin, die ich bin will ich, dass meine Freundinnen glücklich sind und sagen können, worauf sie Lust haben. Wollen sie italienisch essen? Fein! Wollen sie lieber Kaffee trinken gehen statt Abends auf Drinks? Auch schön!

Ich dachte, wenn ich sie entscheiden lasse, dann sind sie glücklich. Weil wir machen, was sie sich wünschen.

Tja, nur ist das verdammt unsympatisch – und meinen Wunsch, Freundinnen glücklich zu machen, erreiche ich damit auch nicht.

Doppelt blöd.

Forscher:innen haben in einer Studie genau das festgestellt.

Denn aus einem „mir egal“ folgt, dass die andere Person entscheiden muss. Und man macht es ihr schwerer. Wenn ich ihr nicht sage, worauf ich Lust habe, hat sie keine Ahnung, was ich mögen könnte. Gleichzeitig nehmen Menschen laut der Studie aber an, dass die anderen eigentlich eine Vorliebe haben, sie aber nicht nennen wollen. Also muss sie raten, um herauszufinden, was allen gefallen könnte. Das macht es anstrengend.

Und noch eines zeigte sich in der Studie: Die entscheidende Person wird tendenziell etwas auswählen, was sie weniger gern mag. Weil sie davon ausgeht, dass die andere Person andere Vorlieben als sie selbst hat.

Am Ende fühlt sich also eine Person allein dafür verantwortlich, eine Entscheidung zu treffen, mit der alle möglichst glücklich sind, trifft eine und ist dann damit auch noch unglücklich.

Kein Wunder also, dass die Forscher:innen feststellen, dass Mir-egal-Sager:innen unsympathisch sind und Entscheidungsträger:innen sie weniger mögen.

Die Forscher:innen stellten aber noch etwas Entlastendes für uns People Pleaser fest: Wer sagt, dass er keine Präferenz hat, rechnet überhaupt nicht damit, dass er oder sie mit ihrer Präferenzlosigkeit anderen Leuten das Leben schwerer macht.

Seit ich das gelesen habe, habe ich zwei Dinge geändert. Erstens mache ich konkrete Vorschläge, wenn ich gefragt werde, was wir machen könnten. Und zweitens wertschätze ich es deutlicher, wenn jemand einen Vorschlag macht, sich durch Websites mit den neuesten Cafés in Berlin wühlt und zwei oder drei vorschlägt. Dass das Arbeit ist, war mir schon immer bewusst – aber, dass ich mit meiner Präferenzlosigkeit noch mehr verursachte, nicht.

Der siebte Armuts- und Reichtumsbericht - 2025

Link zum siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung aus dem Jahre 2025

Sonntag, 18. Januar 2026

Sonntag ist Songtag - 18.01.2026 - Tone - Weit gekommen - [#341]

(Der Tag nach) Sonntag ist Songtag! 

2 Songs, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten – und doch die gleiche Message transportieren. Ich präsentiere: Tone. Und Rolf Zuckowski. Ich freu mich auf ein zukunftiges Feature!

Erst zum Mitschunkeln:

Rolf – Starke Kinder



Und dann zum Mitnicken:

Tone – Weit gekommen



"Denn auf deinem Weg lagen wirklich tausende Steine,
doch egal wie tief Du fielst, Du kamst wieder auf die Beine!
Von Dir brauch ich ne Scheibe,
Du weißt genau, was ich meine,
ich schau zu Dir auf,
meine bezaubernde Kleine"


"Ich bewunder den Mut,
mit dem Du das Leben hier lebst.
Du hast es nicht leicht,
Du bist umgeben von Freaks.
Es ist ein steiniger Weg,
den Du gehst,
doch er ist nur ein weiterer Test, den Du bestehst,
denn..."

Sonntag, 11. Januar 2026

Sonntag ist Songtag - 11.01.2026 - Drei Meter Feldweg - Herzfeind - [#340]

Sonntag ist Songtag!

Vor exakt 15 Jahren wurde in der Lüneburger Heide eine Band gegründet namens
"Drei Meter Feldweg".
Seitdem machen sie mit steigender Qualität und Bekanntheit Deutschlands Bühnen unsicher!

Ein kleiner Ausschnitt der vielen starken Songs hier,a
am Ende gibts zudem noch eine Playlist dazu für diejenigen,
die von Sound und Inhalt so begeistert sind wie ich!

Viel Spaß!

1) "Im Angesicht der Zeit":



"Du kannst so vieles machen,
im Angesicht der Zeit.
Kannst deine Welt verbessern,
verhinder Krieg und Leid!
Ob Du den Stein ins Rollen bringst
oder gleich den Berg verschiebst,
vergiss nie, ihr zu sagen, dass Du sie liebst!"


2) "Herzfeind":



"Du k annst noch immer auf dein Herz hören,
wenn dein Kopf die Welt um Dich verdreht!"


3) "Wolken im Paradies"



"Das ist die neue Zeit, die neue Zeit von Morgen!
Die Welt wird eine andere, aus naiven Träumen werden Sorgen!
Überall ist es jetzt stürmisch, seit die Sonne uns verließ,
jetzt gibt es Wolken - Wolken im Paradies!"


4) "Ich glaube nicht"



"Wie wärs mit nem kleinen Wunder,
das wär was für Dich und mich!
Was wir haben, sind doch Wunder,
so wie Du und so wie ich.
Also warte nicht auf Wunder,
Du hast es selber in der Hand!
Fang dein Leben an zu leben,
jetzt und hier, nicht irgendwann!"


5) "Fünf kleine Kakteen": 



Und hier noch der Link zur Playlist zu meinem persönlichen "Best of" der Band Drei Meter Feldweg!

Mittwoch, 7. Januar 2026

Es ist nie zu spät für Vorsätze!

Tipps für Vorsätze gesucht?

"Apropos soziale Beziehungen: Gerade die sind für den Präsidenten der Deutschen Hirnstiftung echtes „Gehirnjogging“: „Wir haben Spiegelneuronen, die aktiv werden, wenn wir uns mit anderen Menschen beschäftigen. Wir können uns deshalb in andere hineinversetzen und auch deren Gefühle nachempfinden. Diese Empathiefähigkeit zu nutzen, täte auch den aufgeregten gesellschaftlichen Diskussionen gut“, erklärt der Neurologe und Psychologe. „Der Austausch mit anderen, gerade auch Diskussionen und Kontroversen sind Hochleistungssport für das Gehirn – fällt das weg, sinkt die Leistungsfähigkeit. Nicht umsonst ist soziale Isolation ein Risikofaktor für Demenz.“

Kritisch sieht Erbguth in diesem Zusammenhang, dass die sozialen Medien heute allgegenwärtig sind. „Durch Algorithmen bewegen wir uns nur noch in Blasen, werden von anderen Meinungen abgeschirmt, erfahren stattdessen Verstärkung und Bestätigung der eigenen Positionen – ein Umfeld, das geistige Aktivität im Keim erstickt.“ Wir bräuchten hingegen Stimulation, um unsere Denkbeweglichkeit aufrechtzuerhalten, sagt Erbguth. „Mein persönlicher Vorsatz ist daher, im kommenden Jahr einfach öfter mal das Handy wegzulegen und stattdessen wieder mehr Zeit in ‚analoge‘ Beziehungen zu investieren, auch mal mit herausfordernden Gesprächspartnern.“"

Sonntag, 4. Januar 2026

Sonntag ist Songtag - 04.01.2026 - Die neue Stadionhymne des FC Bayern 2025 - [#339]

Sonntag ist Songtag! 

Es ist kalt draußen. Und wir spielen heute Abend nicht.
Eigentlich 2 Argumente, um den folgenden Song nicht in den Songtag zu holen.
Aber das nächste Topspiel an einem Sonntag ist noch weit hin!
Und ein paar heiße Rhytmen tun uns allen jetzt gut, oder?

Heute im Songtag:
"La Promesa"

Von niemand geringerem als unserem Linksaußen:
Luis Diaz



"Weil ich im Stillen gearbeitet habe.
Deshalb lasse ich mich von niemandem unterkriegen.
Na los, ich ziehe die Boxhandschuhe an.
Heute Abend muss ich Champion werden.“



Und weil wir dann gerade so am Feiern sind,
noch die 2025 entstandene, wirklich eindrucksvolle und Gänsehaut entstehen lassende Stadionhymne des größten Vereins der Welt, des FC Bayern: 



„Il mio destino è di stare accanto a te,
con te vicino più paura non avrò
e un po‘ bambino tornerò."

Auf ein großes Fußballjahr 2026! Gutes Neues Allen!
Pack mas!

"We get used to miracles fast"

Samstag, 3. Januar 2026

Arte Mediathek - Immer einen Ausflug wert:

 ,,Viele Menschen sehen mich als Aussteiger. Ich sehe mich als Einsteiger in das wahrhaftige Leben."