Artikel: Die Vermögensentwicklung der Reichsten im Jahre 2026
"Elon Musk, Larry Page, Sergey Brin und Jeff Bezos sind in diesem Jahr bereits um 100 Milliarden Dollar (rund 85 Milliarden Euro) reicher geworden."
Zur Erinnerung: Das Jahr war 27 Tage alt, als der Artikel raus kam.
Pro Tag pro Person ist das Vermögen also um knapp 1.000.000.000 Dollar gestiegen.
Und es gibt immer noch Menschen, die denken, es seien Teilzeitarbeiter, Arbeitslose oder Flüchtlinge, die uns unseren Wohlstand wegnehmen.
Gegen-die-Unendlichkeit
Sein Wesen offenbaren kostet mehr als nur unendlich Zeit.
Dienstag, 3. Februar 2026
"Die vier reichsten Milliardäre der Welt sind in 2026 schon um 100 Milliarden Dollar reicher geworden"
Montag, 2. Februar 2026
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Hi!
Neulich war ich eine Woche lang komplett offline. Ich mache das jedes Jahr im Sommer. Vorher sage ich allen Menschen, die sich Sorgen machen könnten, dass ich bis zum nächsten Sonntag nicht ansprechbar sein werde. Für mich ist es die beste Zeit des Jahres. Jedes Mal. Wenn ich zurückkomme und zu erklären versuche, warum dieser Rückzug mir so guttut, fühle ich mich aber wie ein totaler Weirdo.
Zehnmal besser als richtig gut schlafen
Ich habe den Verdacht, dass andere Menschen meine Offline-Zeit gar nicht komisch finden. Es liegt an mir. Irgendwie bereitet diese Zeit mir leichte Schuldgefühle, wie wenn man sich auf einer Party zu lang ins Bad verzieht, weil einfach alles zu laut und zu voll ist. Und wenn man rauskommt, steht da René, mit dem du Abi gemacht und den du seit zwanzig Jahren nicht gesehen hast. René stellt Fragen wie „Was würdest du jetzt tun, wenn du keine Angst hättest?“, und du weißt nicht, ob das eine wirklich interessante existenzielle Frage ist, oder ob René einfach rummachen möchte. Und du wünschtest, du wärst noch etwas länger im Bad geblieben.
Tatsache ist, ich tanke auf, wenn ich nicht kommuniziere. Nach meiner Offline-Woche fühle ich mich wie nach einem langen, erholsamen Schlaf, nur zehnmal so gut. Jedes Mal frage ich mich hinterher, warum ich es nicht hinkriege, im Alltag weniger zu reden. Okay, ich habe einen extrem kommunikativen Beruf. Aber daran allein liegt es nicht. Ich schaffe es einfach nicht, schweigend an einem Tisch mit anderen Menschen zu sitzen. Ich fühle mich selbst dann verpflichtet, Audionachrichten abzuhören und Textnachrichten zu verschicken, wenn gerade niemand etwas von mir will. Mein Handy länger als zwei Stunden im Flugzeug-Modus zu lassen, kommt mir asozial vor.
Warnmeldungen und Mode? Brauche ich!
Es ist natürlich leicht, Handys, Sozialen Medien und dergleichen die Schuld daran zu geben, dass Schweigen im Alltag so schwierig ist. Aber dank ihnen fühlt sich die Welt wie ein gewaltiger Konferenzraum, in dem Milliarden Menschen ständig miteinander reden. Und es wäre unhöflich bis fahrlässig, diese Gespräche zu verpassen. Was, wenn jemand etwas Wichtiges sagt? Oder etwas Lustiges? Was, wenn ich genau dann offline bin, wenn die Bundesregierung eine Katastrophenwarnung versendet?
Außerhalb meiner sommerlichen Rückzugszeit fällt es mir sehr schwer, diesen Raum auch nur einen Tag lang zu verlassen. Obwohl ich genau weiß, dass mir an den meisten Tagen niemand eine Katastrophenwarnung schicken wird. Sondern eher Insta-Videos wie dieses von einem jungen Mann, der sich täglich im Regency-Stil vom Anfang des 19. Jahrhunderts kleidet.
Aber schulde ich es der Welt nicht, das zu sehen?
Sonntag, 1. Februar 2026
Sonntag ist Songtag - 01.02.2026 - Bruce Springsteen - Streets of Minneapolis - [#343]
Wenn der Boss gegen den selbsternannten König schießt, bin ich natürlich beim Boss!
Willkommen im Songtag:
Bruce Springsteen – Streets of Minneapolis
Wer das Ganze noch einordnen will:
Bruce Springsteen releases new protest song after fatal Minneapolis shootings
"Oh, unser Minneapolis, ich höre deine Stimme
durch den blutigen Nebel singen.
Hier in unserer Heimat haben sie getötet und gewütet
Im Winter des Jahres 26.
Wir werden für dieses Land einstehen!
Und für die Fremden in unserer Mitte!
Wir werden uns an die Namen derer erinnern, die gestorben sind,
auf den Straßen von Minneapolis.
Trumps Schlägertruppe schlug auf ihn ein,
auf sein Gesicht und seine Brust.
Dann hörten wir die Schüsse
und Alex Pretti lag tot im Schnee.
Sie behaupten, es "sei Notwehr gewesen, Sir,
glauben Sie bloß nicht Ihren Augen!"
Es sind unser Blut und unsere Knochen
und Trillerpfeifen und Telefonanrufe
gegen Millers und Noems schmutzige Lügen!"
Jetzt sagen sie, sie seien hier, um das Gesetz durchzusetzen,
aber sie treten unsere Rechte mit Füßen.
Wenn deine Haut schwarz oder braun ist, mein Freund,
kannst Du sofort befragt oder abgeschoben werden.
In unseren Sprechchören „ICE raus jetzt“
bleibt das Herz und die Seele unserer Stadt bestehen.
Durch zerbrochenes Glas und blutige Tränen
auf den Straßen von Minneapolis."
Samstag, 31. Januar 2026
Freitag, 30. Januar 2026
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Hi!
Wie weird ist es eigentlich, krank zu sein? Ich meine, wenn man nichts Schlimmes hat, sondern so etwas wie eine dicke Erkältung. Zu sehr durch den Wind, um mehr als drei Seiten in einem Buch zu lesen, aber fit genug, um sich zu langweilen. Du starrst mit dickem Kopf vor dich hin und zählst die Knubbel der Raufasertapete an der Wand.
So sehr mich dieser Zustand nervt, wenn ich tatsächlich krank bin, so sehr sehne ich mich manchmal danach, wenn ich gesund bin. Schlimm, ich weiß. Aber Kranksein ist das einzige, was meinen Drang, etwas leisten zu müssen, einigermaßen abstellt.
Einfach nur Freizeit ohne Kranksein bringt diese Erlösung nicht zustande. Am Wochenende etwa habe ich das Gefühl, dass ich diese Zeit sinnvoll nutzen muss. Aber wenn mit Fieber im Bett liege, kann ich mich entspannen.
Meistens geht dem ein Kampf voraus, bei dem ich so tue, als wäre ich gar nicht krank. Aber irgendwann sagt mein Körper mir streng: „Jetzt ist Schluss. Ab ins Bett!“
Wie früher unter der Decke
Manchmal, wenn ich Glück habe, passiert dann etwas Wunderbares. Krank fühle ich mich wieder ein bisschen wie ein Kind. Irgendwie aufgehoben unter der Bettdecke, statt auf einen Bildschirm zu starren, lese ich ein Buch aus Papier, döse dabei immer wieder weg. Meine Bedürfnisse sind auf einmal viel einfacher. Jemand bringt mir einen Tee, und es fühlt sich an wie ein Geschenk.
Offenbar kennen das auch andere. Jemand schrieb mir auf Social Media:
„Manchmal freue ich mich richtig, wenn einer von uns krank wird: Dann kann man ganz ohne schlechtes Gewissen alle To Dos streichen und in den ‚erst mal gesund werden‘ – Modus stellen. Schon traurig, eigentlich.“
Interessant finde ich auch, was ein User auf Reddit schreibt (Übersetzung aus dem Englischen von mir):
„Krank sein weckt bei mir eine seltsame Nostalgie: Plötzlich macht es Freude, Filme zu schauen oder Spiele zu spielen – Dinge, die sonst belanglos wirken. Alles fühlt sich dann zehnmal intensiver an als im Alltag.“
Und ein anderer kommentiert darauf:
„Ich habe ziemlich viele gesundheitliche Probleme, deswegen bewege ich mich im Alltag oft am Limit. Ich fühle mich schuldig und gestresst, weil ich nicht so viel leisten kann. Sobald ich jedoch eindeutig krank bin, fällt dieser Druck ab. Dann kann ich mich entspannen und Dinge genießen, die ich mir sonst kaum erlaube.“
Dass selbst chronisch Kranke nur dann zur Ruhe kommen, wenn sie „eindeutig krank“ sind, sagt viel über unseren Umgang mit Leistung aus.
Es muss doch möglich sein, diese Art Entspannung hinzukriegen, wenn man nicht gerade mit 38,5 Grad Körpertemperatur darniederliegt?
Denn mal ehrlich, Kranksein ist doch eigentlich Mist.
Donnerstag, 29. Januar 2026
7 lessons from 6 years of Minimalism"
The stuff you become from the gym is way better that the stuff you become from store.
Mittwoch, 28. Januar 2026
Dienstag, 27. Januar 2026
Podcast-Folge: Schreiben & Schreddern
Marc-Uwe Kling trifft Sebastian Fitzek
Wer beide mag, macht hiermit einen guten Fang!
Montag, 26. Januar 2026
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Hi!
Als ich vor einer Weile meinen Kontostand überprüfte, bekam ich einen kleinen Schock. Er war so niedrig.
Sofort begann ich etwas, das ich seit Monaten vor mir her geschoben hatte: Ich prüfte jede einzelne Ausgabe, die von meinem Konto abgegangen war. Kostenintensive Abos wie meinen Telekom-Handyvertrag kündigte ich und suchte mir günstigere Alternativen.
Amazon? Ein Geldschlund. Mir wurde flau, als ich sah, was der Mist, den ich bestellt hatte, zusammengerechnet kostete. Bequem, aber teuer: Meine Ausgaben für Essen waren zu hoch, denn ich ging oft auswärts essen und hatte mir angewöhnt, den Wocheneinkauf von Flink nach Hause liefern zu lassen.
Das musste sich ändern. Alles.
Von ChatGPT ließ ich mir vier Gerichte zusammenstellen, die ich jederzeit zubereiten konnte. Ich kaufte bei Penny ein und begann, morgens vor der Arbeit mein Mittagessen zu kochen. Wie stolz ich in mich hineingrinste, als ich die Tupperdose um 12 Uhr in der Redaktion öffnete!
Auf meinem Handy installierte ich eine App, die mir jedes Mal, wenn sich auf meinem Konto etwas tat, eine Benachrichtigung schickte. Ich wollte diesen Moment nicht verstreichen lassen, sondern auch in Zukunft den Blick auf meine Finanzen behalten. Sparen, wo es nur ging.
In diesen Tagen wurde mir etwas klar. Der Schock, als ich meinen Kontostand sah, hatte in mir etwas in Bewegung gesetzt. Eine Art schlechtes Gewissen, mir selbst und anderen gegenüber. Angst, mein Leben zu verbocken, weil ich meine Finanzen nicht im Griff hatte.
Vielleicht kennst du das.
Ich verstand, wie mächtig dieses Gewissen ist. Hätte ich mir vor einem Jahr vorgenommen zu sparen und zu kochen, hätte ich es halbherzig gemacht. Doch dieses weirde Gefühl im Nacken, mein Gewissen, trieb mich an, radikale Veränderungen anzustoßen.
Übrigens: Ich habe vor zwei Wochen zum ersten Mal in meinem Leben selbstgebackenes Brot aus dem Ofen gezogen und nach ein paar Minuten warm eine Scheibe verspeist. Dieser Duft! Einmalig
Sonntag, 25. Januar 2026
Sonntag ist Songtag - 25.01.2026 - Fabian Römer - Wie groß ist dein Herz? - [#342]
Sonntag ist Songtag!
Heute mit einer Geschichte, die tatsächlich am letzten Sonntag viel besser gepasst hätte. Aber tja!
Es beginnt mit dem 17-jährigen F.R., der sich 2009 Gedanken um die gesellschaftliche Situation der Kinder macht.
"Jemandem Leben zu schenken ist so spielerisch leicht,
nur ein Blick aus dem Fenster macht es risikoreich.
Ich hab viele Bedenken, meine Liebe zu teilen,
um mein Erbe zu lenken durch das Risikoreich."
Die Jahre vergehen,
F.R. wird zu Fabian Römer und erwachsen –
doch bleibt ein "Sorgenkind".
"Wach auf, Du hast halluziniert,
der Abgrund hat nie existiert,
die schlimmsten Dinge in deinem Leben sind Dir nie passiert!"
Bis 2025 dann Ida geboren wird.
"Ich weiß, ich kann nie mehr an Land zurück.
Irgendwann hab ich eingesehn, dass Schiss kein guter Berater ist.
Schon gar nicht, wenns um Freiheit geht,
und warum nicht, mir die Freiheit nehm,
zu erfahrn, wies ist, das eigene so gefeierte Leben weiter zu geben?
Anstatt festzuhalten, was nicht festzuhalten ist.
Wie ein Gerät, auf dem auch noch nach einem Jahrzehnt die Folie auf der Scheibe klebt.
Mein altes Leben schützen, heißt, mein neues zu verpassen,
Du bist noch nicht mal da – und ich kann jetzt schon an Dir wachsen!"
Viele Jahre später sieht dann Hexer seine Chance gekommen, übernimmt das Thema "Zukunft von Kindern" bzw. die aufkommende Debatte über Wehrpflicht und antwortet Fabian Römer.
"Gewinner"
"Mit 18 ging ich auf die Straße fürs Klima,
7 Jahre später auf die Straße gegen Wehrpflicht,
aber irgendwie so richtig jucken tut das niemand,
bis in ein paar Jahren dann die Musterung Dich selbst trifft.
Die haben auf Bildung geschissen, da bist Du nicht wichtig,
doch geht es um Krieg, ja, dann holn die Euch,
deine Schule verschlissen, doch Waffen sind so wie neu!"
Und wohin führt Wehrpflicht / Militarismus / Gewalt als Option?
Fabian Römer – Wie groß ist dein Herz?
"Shit,
man denkt sich nur: "Was fürn Arschloch war ich?
Deine Probleme sind alle nurn Witz!"
Du schwörst Dir: "Nie wieder beklagen für Nichts!"
bis Du das nächste Mal im Badezimmer auf Zahnpasta trittst.."

